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Recent Submissions
Open Access Buch
In der Krise? Männlichkeiten im 21. Jahrhundert
(Westfälisches Dampfboot, 2011) Bereswill, Mechthild; Neuber, Anke
Seit den 1990er Jahren hat die Diagnose einer in die Krise geratenen Männlichkeit sowohl in populären als auch in wissenschaftlichen Diskursen an Prominenz gewonnen. Historisch steht sie in der Tradition wiederkehrender Befürchtungen der Bedrohung und Gefährdung von Männern und Männlichkeit. Neu ist gegenwärtig die intensive und ausdifferenzierte Reflexion auf die Krise selbst: Was ist eine Krise? Worin genau besteht die Krise von Männlichkeit und welche gesellschaftlichen Entwicklungen spiegeln sich in einer möglichen Krisendynamik? Landläufige Antworten auf solche Fragen beziehen sich auf den tief greifenden Wandel von Erwerbsarbeit, das Reflexivwerden von Geschlechterdifferenz – genauer Männlichkeit – im Prozess der gesellschaftlichen Modernisierung oder auf die (vermeintliche) Aufwertung von Weiblichkeit und weiblichen Werten in kulturellen Repräsentationen. Hier schließt die kritische Frage an, ob und welche neuen Entwürfe von Männlichkeit und männlicher Identität erkennbar sind. Was macht sie aus, wo und wie werden sie produziert? Die skizzierten Fragen verweisen über Konstruktionslogiken von Männlichkeit hinaus auf Konstellationen von Wandel in den Geschlechterverhältnissen, deren ungleichzeitige Dynamik im Widerspruch zum zeitdiagnostischen Krisendiskurs steht.
Open Access Buch
Intersektionalität zwischen Gender und Diversity. Theorien, Methoden und Politiken der Chancengleichheit
(Westfälisches Dampfboot, 2016) Smykalla, Sandra; Vinz, Dagmar
Intersektionalität gilt als neues Paradigma der Geschlechterforschung. Gleichzeitig nehmen Forschungen zu Diversität, Diversity Management und Diversity Politics zu. Löst die Intersektionalitätsforschung die Genderforschung ab? Ergänzen sich Diversity Studies und Gender Studies? Was verbindet die Konzepte Intersektionalität, Gender und Diversity, worin unterscheiden sie sich? Zur Beantwortung dieser Fragen werden die Konzepte Gender, Intersektionalität und Diversity theoretisch reflektiert und Vorschläge für ihre methodische Verwendung in der empirischen Forschung gemacht. Ebenso wird an ausgewählten Politikfeldern die Relevanz der Intersektionalitätsforschung für Fragen der Chancengleichheit aufgezeigt. Mit Beiträgen von Carol Hagemann-White, Bernd Ladwig, Dagmar Vinz, Gertraude Krell und Johanna Hofbauer, Lucy N. Chebout, Sybille Hardmeier, Ulrike Schultz, Brigitte Kerchner, Anja Lindau, Ingrid Jungwirth, Sabine Beckmann und Patrick Ehnis, Ulrike Hormel, Sandra Smykalla, Barbara Beham, Edelgard Kutzner, Katharina Schiederig und Johanna Kösters.
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Wohlfahrtsstaatlichkeit und Geschlechterverhältnisse aus feministischer Perspektive. Geschlecht und Migration in transnationalen Räumen
(Westfälisches Dampfboot, 2010) Dackweiler, Regina-Maria; Schäfer, Reinhild
Feministische Wohlfahrtsstaatsforschung rückte in den vergangenen dreißig Jahren in den Blick, dass die geschlechterideologisch legitimierte Verteilung der Verantwortung für die Produktion von Sicherheit und Wohlfahrt auch nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die 1970er Jahre ein Geschlechter hierarchisierendes Arrangement zwischen Staat, Markt und Familien hervorgebracht hat: Einerseits den männliche Familienernährer und andererseits die weibliche Zuständigkeit für unbezahlte „Care“-Arbeit sowie die Versorgung des erwerbstätigen (Ehe-)Mannes.
Entlang von drei analytischen Achsen untersuchen die Autorinnen des Bandes die sich abzeichnende Gestalt des neoliberal orientierten Wohlfahrtsstaates. Dabei diskutieren sie aus einer geschlechterreflektierten Perspektive die gegenwärtigen Veränderungen in den Bereichen Soziale Rechte, Re-Organisation von „Sorgearbeit“, Restrukturierung sozialer Sicherungssysteme sowie Subjektivierungsweisen und soziale Kontrolle neoliberaler Wohlfahrtspolitik. Hierbei identifizieren sie nicht nur GewinnerInnen und VerliererInnen sich verändernder Geschlechterregime. Sie arbeiten zugleich die sich verschärfenden sozialen Ungleichheiten zwischen Frauen abhängig von Familienstatus, Alter, Klassen-, ethnischer und nationaler Zugehörigkeit heraus. Es schreiben u.a. Silvia Kontos, Maria S. Rerrich, Birgit Riegraf und Brigitte Stolz-Willig.
Open Access Buch
Dimensionen der Kategorie Geschlecht. Der Fall Männlichkeit
(Westfälisches Dampfboot, 2011) Bereswill, Mechthild; Meuser, Michael; Scholz, Sylka
Seit gut zwanzig Jahren entwickelt sich, ausgehend vom angelsächsischen Raum, eine sozialwissenschaftliche Thematisierung von Männlichkeit und männlichen Lebenslagen. Der vorliegende Band rekapituliert die Entwicklung unter besonderer Berücksichtigung einschlägiger Debatten in der Sektion Frauenforschung der Deutschen Gesellschaft für Soziologie und beleuchtet aktuelle Theorieansätze und Forschungsfelder einer Soziologie der Männlichkeit: Sozialisation, Arbeit, Familie, Vaterschaft, wohlfahrtsstaatliche Geschlechterpolitik, Gesundheit, Körper, Sexualität, Migration, homosoziales Begehren, Gewalt, Militär.
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Gender Mobil? Geschlecht und Migration in transnationalen Räumen
(Westfälisches Dampfboot, 2009) Lutz, Helma
Mobilität gilt als Voraussetzung spätmoderner Lebensweisen und des Endes von Nationalstaaten. Dennoch schränken Grenzregime Menschen in ihrer Bewegung ein, hindern sie bisweilen gänzlich am Zugang zu (supra)staatlichen Räumen. Wie mobil aber sind Menschen in modernen Gesellschaften? Welchen Einfluss haben Migrationsprozesse auf Geschlechterverhältnisse bei MigrantInnen wie auch in deren Herkunfts- und Ankunftsgesellschaften? Mit Hilfe welcher Theorien und Methoden lässt sich menschliche Mobilität mit all ihren Konsequenzen, z.B. Enträumlichung von Lebensformen, erfassen? All diese Fragen beleuchten Aspekte von Mobilität und Gender – und ermöglichen eine tiefergehende Auseinandersetzung mit Geschlecht in seiner Überkreuzung mit Nationalität, Ethnizität, Sexualität, Klasse, Alter oder Religion. Die AutorInnen widmen sich den komplexen Zusammenhängen von Menschen in Bewegung, Reisenden Identitäten, Reisenden Methoden sowie Reisenden Theorien und Theoretikerinnen. Es schreiben u.a. Ursula Apitzsch, Kathy Davis, Gudrun-Axeli Knapp, Ilse Lenz, Mirjana Morokvasic, Ewa Palenga-Möllenbeck, Ann Phoenix, Elisabeth Tuider.
